Bridge Markland


classic


Videoclip: krug in the box

Regie: Bridge Markland / Heike Gäßler

Puppen: Lorena O. Monsalve

Als Ein-Frau-Theater-Stück mit Handpuppen und Popmusik zaubert Bridge Markland den „zerbrochnen Krug“ aus ihrer "Überraschungskiste". In schnellem Wechsel spielt sie Dorfrichter Adam, Frau Marthe Rull, ihre Tochter Eve, Ruprecht Tümpel und Frau Brigitte.
Die Handpuppen welche auf Ständern um die hier erstmalig geöffnet gespielte Box herum stehen, werden durch Bridge Markland’s intensives Spiel zum Leben erweckt.
Diese agiert in ihrer expressiven Art im Vollplayback zu einem Soundtrack bestehend aus den Stimmen der verschiedenen Rollen und mitreißender Musik. Die Originaltexte von Kleists' einziger Komödie wurden von Schauspielern eingesprochen und treffen auf Rudi Carrell, Knorkator, Marlene Dietrich, Duffy, Roy Black, Bob Dylan, Die Fantastischen Vier, Manfred Krug, Little Richard, Harald Juhnke, Wir sind Helden, Hans Albers, Tears for Fears, Udo Jürgens, The Cure, Tic Tac Toe, Heino, Take That, Tammy Wynette, Curd Jürgens, Annett Louisan und viele andere.
Das klassische Werk erschließt sich für viele Generationen indem es seine zeitgemäße Entsprechung in Sounds und Texten moderner Musik von 1928-2008 findet.

Pressestimmen (mehr unter Medienecho)

"...Den Text im Playback einzuspielen und mit synchronen Lippenbewegungen nachzustellen, dabei auch noch die Puppen zu spielen und eine eigene Körpersprache zu entwickeln, ist eine Leistung für sich. Die Musik entwickelt dazu eine ironisch kommentierende Note zum Geschehen..."
Otfried Käppeler,
Südwest Presse, 22.3.2012


„Einen Krug in eine Kiste zu packen, ist wenig spektakulär. Den zerbrochenen Krug von Heinrich von Kleist in eine Kiste zu packen – und in dieser Kiste auf die Bühne zu bringen, ist zumindest ungewöhnlich.
Aber genau das macht die Berliner Künstlerin Bridge Markland. Gleichzeitig hat sie dem Lustspiel aus dem Jahr 1806 eine Verjüngungskur verpasst und es in ein Rock-Pop-Schlager-Musical verwandelt. … Ein kunterbunter Soundtrack für das Lustspiel. … Bei ihrer Musikauswahl kennt Bridge Markland weder Stil- noch musikalische Schmerzgrenzen: … Bridge Markland findet den zerbrochenen Krug im Original nicht langweilig. Sie will ihm nur ihren eigenen Stempel aufdrücken. … „Der zerbrochene Krug“ ist eine Komödie. Kleists einzige. Bei Goethes Uraufführung des Stücks im Jahr 1808 hat das Publikum aber kaum gelacht. Zu langweilig und zu langwierig, war das Urteil. Das kann man von der Ein-Frau-Playback-Show von Bridge Markland in Spielfilmlänge wohl kaum sagen.“ Sabrina Wendling, rbb Kulturradio, Geschmackssache, 29.9.2011


"... Das spannende an Bridge Marklands Krug-Adaption ist gerade, dass kein Ensemble von Schauspielern sich mehr oder weniger spannende Geschichten erzählt, um sich gegenseitig hinters Licht zu führen, sondern dass ein Ensemble von Rollen und pop-musikalischen Erinnerungsfetzen den Fall Adam metonymisch vorführt. Indem Adam durch die Perücken- und Kleiderwechsel immer unter ihnen hindurchschimmert, wird eben kein großschauspielerischer Adam geboten.
Bridge Markland beherrscht die hohe Kunst des Playback. Die Stimmen kommen vom Band und passen immer haargenau auf die Lippenbewegungen. Die Handpuppen wie die unterschiedlichen Rollen werden so auf geradezu verfremdende Weise zum Leben erweckt. Das Playback ist ein Modus der Marionette, wie er bei Kleist in dem spitzfindigen Aufsatz Über das Marionettentheater thematisiert wird. Stimme und Rolle fallen räumlich ein wenig auseinander und passen doch.
Das Auseinanderfallen von Stimmen und Bildern geschieht auf ähnliche Weise im Traum. Das Rätsel des Traumes besteht nicht zuletzt darin, wie das, was wir hören und sehen, signifikant auseinanderfällt. Stimmen aus dem Off können ganze Handlungsabläufe im Traum verändern. Und genau in diesem traumhaft, alptraumartigen Modus kommt Adam mit dem Krug in the Box.
Hingehen, sehen und hören."
Dr. Torsten Flüh, Night Out @ berlin, 30.9.2011 ---> mehr von dieser Kritik lesen: http://nightoutatberlin.jaxblog.de/post/Adams-Alptraum-Bridge-Markland-spielt-Krug-in-the-Box-im-Stadtbad-Steglitz.aspx


“Bridge Markland ist eine Verwandlungskünstlerin.
Die Berliner Schauspielerin unterzieht klassische deutsche Theaterstücke einer Generalsanierung und verwandelt sie mit Hilfe von Popmusik und Handpuppen in Grundlagen für coole Performances. … Die Inszenierung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: aus dem Geschehen auf der Bühne und aus dem, was vom Tonband beigesteuert wird. Bridge Markland agiert vor einer Kartonkulisse, der geöffneten Kiste, die der „classic in the box“-Reihe ihren Namen gegeben hat. In einem in den Karton geschnittenen Fenster sitzt Schreiber Licht, betraut mit der Aufgabe, das Geschehen zu protokollieren. Um die Box herum stehen die anderen Figuren als Handpuppen. Im Lauf der 88 Minuten werden sie zu Persönlichkeiten, scheinen Mimiken zu entwickeln und ein Eigenleben zu führen. Die kolumbianische Künstlerin Lorena O. Monsalve hat beim Anfertigen der Puppen mit großer Liebe zum Detail gearbeitet. … Das zweite Element ist genauso wichtig für den Spaß, den „krug in the box“ seinen Zuschauern macht. Es ist all das, was vom Band kommt, all die Töne und Textzeilen. Jeder Charakter hat seine ganz eigene Synchronstimme. Bridge Markland agiert mit Vollplayback, den Klang ihrer eigenen Stimme erlebt man nicht live... Und sie selbst hat auch den Soundtrack zusammengestellt: deutscher Schlager, Oldies, leichter Rock, Vergessenes und Unvergessliches aus der Geschichte des Pop. … Mit einem wunderbaren Gespür für das richtige Timing hat sie moderne Musik für das 200 Jahre alte Lustspiel gefunden…“
Nicole Hess, Die Rheinpfalz, 17.5.2011


“ … ein Hingucker. …Ihre freche Art an klassische Literatur heranzugehen ist wohltuend.“
Muriel Camus – (Théâtre Anima)
Puppen Menschen & Objekte
, Theaterzeitschrift, 2009 / 1

“Hingehen! So vergnüglich (und hautnah) kann der Einstieg in die Klassiker-Lektüre sein!
Nach ihren großen Erfolgen mit „schiller in the box“ und „faust in the box“ (inzwischen vom Goethe-Institut nach USA eingeladen) hat die frappierende Verwandlungskünstlerin Bridge Markland ihre Box zu einer Pappwand mit Fensterchen geöffnet und ist nun mal davor, mal dahinter als Dorfrichter Adam zu sehen, spielt in blitzschnellem Wechsel aber auch noch alle anderen Rollen der Kleistschen Komödie, mal leibhaftig mit umwerfender Mimik und Gestik, mal als geschickte Puppenspielerin, so dass sich höchst spannende Dialoge zwischen Mensch und Puppe ergeben - und das alles zu einem turbulenten Soundtrack, gemixt aus den von Schauspielern eingesprochenen Kleistschen Originaltexten und raffiniert montierten Liedern aus 80 Jahren Populärmusik, die das Spiel überraschend kommentieren, überspitzen, ironisieren.
Gerhard Heß, SpielArt - Theaterpädagogische Zeitschrift für Berlin und Brandenburg, 21.10.2008

“… - mal schockierend, mal witzig, mal sentimental ... Wie ein Chamäleon schlüpft sie in Windeseile in verschiedene Figuren, spielt differenziert deren Gestik und Mimik und erzählt mit ihren Handpuppen eine Geschichte…
Die Künstlerin reduziert ihre Requisiten und ihr Erscheinungsbild aufs Wesentliche und verstärkt so die Aussage ihres Stückes – Klassiker radikal…“
Maichel Dutta, Berliner Abendblatt, 4.10.2008

“Ein-Frau-Theaterstück      Krug in the Box
Nach einem zähen, vor allem seinen Hauptdarsteller feiernden „Zerbrochnen Krug“ am BE gibt es nun einen Popkultur-Playback- ein-Frau-Krug. „Krug in the Box“ entstand in gemeinsamer Regie von Bridge Markland, auch Hauptrolle, und Heike Gäßler und lässt Richter Adam, Marthe Rull und Eva auf Carell, Knorkator, Little Richard und viele Popgranden mehr treffen. So möchte man die zeitgemäße Entsprechung zu Kleists einzigem Lustspiel in Sounds und Texten moderner Musik finden. Nach Brandauer und Stein kann es eigentlich nur besser werden.“
tip Magazin, Berlin, 21/08

„Bridge Marklands Werdegang legt die Messlatte ihrer Performance- und Theatertätigkeit hoch: …
in ihrem aktuellen Stück „krug in the box“ verwandelt sie sich zwischen allen dargestellten Personen,die durch Puppen verkörpert werden und entlang des Bühnenbilds, einer großen, braunen aufgeklappten Kartonbox, positioniert sind. Sie erwachenzum Lebenwenn Bridge inihre Rollen schlüpftundihre jeweiligePerspektive vertritt. … Starke Effekte löst … die in „krug in the box“ eingesetzte Musik aus: ihre Bandbreite von Schlagern bis Hits und jenen in der Popkultur bekannt gewordenen Refrains und Songteilen macht Stimmung und zeigt positive, wenngleich möglicherweise auch manipulative, weil emotionalisierende Wirkung… Ironisch eingesetzt wird die Musik in der Handlungslogik des Stückes sehr gekonnt.  So wurde der Klassiker „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist durch den Einsatz aktueller Elemente in „krug in the box“ für die Überzahl der jugendlichen Besucherinnen und Besucher gelungen transformiert und damit um einiges spannender aufbereitet, als das wahrscheinlich der Unterricht bieten könnte. „
Dominika Krejs, Jugendnetz-Berlin.de, Oktober 08

Auftritte:
- 2. Oktober 2008: Premiere, plus 13 weitere Auftritte: Saalbau Neukölln, Berlin
- 100° Festival Berlin 2009
- Kleistschule Potsdam, 2010
- 1. Neu-Ulm Pocket Klassiker Festival, AuguSTheater, 2012
- Theater O-TonArt, Berlin, 2012
- Theaterkapelle, Berlin, 2013
- Kleisttage, Kleist Museum, Frankfurt/Oder, 18.10.2014

- Kleistjahr 2011:
- 27.4. 2011 Eröffnung des Festivals: Kleist in Thun, Schweiz
- 12.5.2011 Badisches Staatstheater Karlsruhe
- 13.5.2011 TIG7, Mannheim
- 14.5.2011 Professor Pröpstl's Puppentheater, Großaspach
- 29.5.2011 Bücherfest, Tübingen
- 22.6.2011 Märkisches Museum Berlin im Rahmen der Ausstellung - Kleist: Krise und Experiment
- 29.9.-1.10.+ 6.-8.10.2011 Stadtbad Steglitz, Berlin
- 1.11.2011 kunst : verrueckt Festival, Leipzig


_____________________________________________

DAS PROJEKT: CLASSIC IN THE BOX www.classic-inthebox.de
_____________________________________________
2005 startete Bridge Markland diese Liebeserklärung an klassische Theaterstoffe und an die Pop-Musik. Namensgeber der Reihe ist die große Papp-Box, aus der sie Ein-Frau+Puppen-Vollplayback-Shows zaubert. Mit einmaligem Verwandlungstalent spielt sie rasant alle Rollen, mal als Mensch, mal als Handpuppe. Sie kürzt die Texte und verstärkt oder kontrastiert sie mit der jeweils passenden Popmusik. Ihre ungewöhnliche Bearbeitung klassischer Bühnenstücke begeistern sowohl Klassik-Liebhaber als auch Klassik-Muffel, Pop-Musikfans sowieso. Meistgespieltes Stück ist faust in the box, mit dem sie seit 2007 u.a. neunmal auf USA Tournee und seit 2012 viermal auf Kanada Tournee war.
Bisher erschienen und alle buchbar:
schiller in the box, 2005, basierend auf dem Leben von Friedrich Schiller
faust in the box, 2006, basierend auf Faust 1 von Johann Wolfgang von Goethe
faust in the box - english version, 2008, based on Faust part 1 by Johann Wolfgang von Goethe
krug in the box, 2008, basierend auf Der zerbrochne Krug von Heinrich von Kleist
räuber in the box, 2012, basierend auf Die Räuber von Friedrich Schiller
robbers in the box, 2013, English-language, based on The Robbers / Die Räuber by Friedrich Schiller
leonce + lena in the box, Premiere: 4.9.2014, Brotfabrik Berlin, basierend auf Leonce und Lena von Georg Büchner - gefördert durch die Senatsverwaltung für kulturelle Angelegenheiten Berlin + Rudolf Augstein Stiftung
<< zurück | DVD anfordern